Rezension zu "Paper Princess" von Erin Watt



Der Mai neigt sich dem Ende zu. Die neue Leseliste für Juni ist zusammengestellt, jetzt muss ich nur noch die restlichen Rezensionen verfassen. Paper Princess ist ein Buch, das in letzter Zeit sehr gehypt wurde, was wohl ausschlaggebend für meinen Kauf war (Ich bin teilweise echt ein Mainstream-Opfer was Bücher angeht). Allerdings stand es dann erstmal seit Ostern in meinem Regal herum und eigentlich stand es für Mai auch gar nicht auf meiner Leseliste, aber nachdem die eigentlich großteils abgearbeitet war, ist es mir doch noch mal in die Hände gefallen und ich fand den Klappentext erstaunlich gut passend zu „Schicksalhafte Wendungen“, weswegen ich es kurzer Hand mit ins lange Wochenende genommen habe. Viel Spaß beim Lesen meiner Rezension zum aktuellen Bestseller ever „Paper Princess“ von Erin Watt.


Der Klappentext

„Seit dem Tod ihrer Mutter schlägt sich Ella Harper alleine durch. Tagsüber sitzt sie in der Schule, nachts arbeitet sie in einer Bar. Dann steht plötzlich der Multimillionär Callum Royal vor ihr. Er behauptet, ihr Vormund zu sein – und nimmt Ella kurzerhand mit in seine Villa. Aus ihrem ärmlichen Leben kommt Ella in eine Welt voller Luxus. Doch bald merkt sie, dass mit dieser Familie etwas nicht stimmt. Callums fünf Söhne begegnen ihr mit Feindseligkeit. Besonders einer von ihnen macht Ella das Leben schwer. Und trotzdem knistert es gewaltig zwischen ihnen…. Ob aus Hass noch Liebe werden kann?“

Anhand des Covers und des Klappentextes könnte man meinen, es handle sich um ein ganz normalen kitschigen Liebesroman, indem Aschenputtel in der Villa einzieht und dabei noch ihre große Liebe trifft. Ehrlich gesagt, hat mich der Text damals nicht umgehauen, aber er war jetzt auch nicht so schlecht, dass ich dem Hype hätte widerstehen könnte. Im Nachhinein betrachtet find ich den Klappentext sogar gar nicht so schlimm, denn danach ist man einfach noch positiver vom Buch überrascht. Allerdings ist der Text sehr sehr oberflächlich, fast schon zu sehr und ich könnte nachvollziehen, dass jemand nicht auf das Buch anspringt nachdem er das gelesen hat. Hier empfehle ich aber eindeutig wenigstens die Leseprobe mal zu lesen, dann werdet ihr schnell merken, dass das Buch viel mehr drauf hat, als der Klappentext ausstrahlt.


Das Cover

Das Cover erinnert trotz gelb/goldenen Farbton immer noch etwas sehr an Kitsch. Allerdings hat es irgendwas, ich kann euch nur beim besten Willen nicht sagen was es ist. Irgendwas an diesem Cober hat mich am Ende doch bewegt, das Buch zu kaufen. Vielleicht liegt es auch einfach am Farbton, denn gelb/gold hab ich bisher noch so gar nicht in meinem Bücherregal stehen gehabt (abgesehen von „For Good“ von Ava Reed glaub ich) & obwohl sie absolut nicht zu meinen Lieblingsfarben gehört, fand ich die Kombination mit weiß ein erfrischendes Bild. Das Cover ist für mich also auf jeden Fall ein Eyecatcher und ich denke, dass das Buch auch ohne den bekannten Titel in der Buchhandlung ins Auge stechen würde. Sehr gute Arbeit.



Die Story – Der Schreibstil

Ich habe das Buch innerhalb von 24 h gelesen. Ich denke, dass das schon mal sehr viel über den Schreibstil aussagt. Ich kannte Erin Watt nicht bzw. stecken hinter dem Namen wohl zwei amerikanische Bestseller-Autoren deren erstes Projekt die „Paper-Reihe“ ist, von daher konnte ich sie also gar nicht kennen :D Ich muss sagen, dass sie das Buch und auch die anderen Bänder, sehr flüssig lesen lassen. Es ist nicht so, dass gefühlt nichts passiert im Laufe des Buches, im Gegenteil, es passiert so viel, dass ich teilweise überlegen muss, was eigentlich noch in welchem Band passiert ist. Ja, ich habe die 3 Bänder direkt hintereinander gelesen bzw. sitz grad noch am 3. Band.
Ella ist eine toughe, junge Frau, die mit ihren 17 Jahren bereits alle schlimmen Seiten des Lebens durchmachen musste. Bevor Callum Royal in ihrem Leben auftaucht, muss sie sich mit 3 Nebenjobs, unter anderem auch Strippen, durchschlagen. Es ist für außenstehende kaum vorstellbar, dass Ella sich seit dem Tod ihrer Mutter 2 Jahre davor alleine durchgeschlagen hat. Eine 15-jährige die neben der Schule noch jobbt um ein normales Leben leben zu können. Nur eben ohne Eltern. Der Vater hat die Mutter noch während der Schwangerschaft verlassen, wie sich später rausstellt in Unkenntnis und ist wenige Tage nach ihrer Mutter, die dem Krebs erlegen ist, beim Segelfliegen verstorben. (Es ist echt seltsam das zu tippen, wenn man mit der Story bereits viel weiter vorangeschritten ist, mehr dazu in der Rezension zum Band 3) Callum Royal war der beste Freund ihres Vaters Steves und taucht als ihr Vormund plötzlich an ihrer High School auf, sackt sie ein und nimmt sie mit zu sich in die Villa. Dort trifft sie das erste Mal auf die Royal-Brüder, die ihr mit eisigen Blicken und hasserfüllten Herzen entgegentreten. Auch auf der neuen Privatschule hat es Ella nicht leicht, da sich ihre Vergangenheit als Stripperin schnell herumgesprochen hat und die gesamte Astor Park voll ist von reichen, arroganten Kids, die in ihrem Leben noch nie wirklich für irgendwas hart arbeiten mussten.
Reed Royal ist der zweitälteste Sohn von Callum und da sein älterer Bruder Gideon das College besucht agiert Reed als Oberhaupt des Royal-Clans, die es sich zur Aufgabe gemacht haben Ellas Leben auf der Astor Parks zur Hölle zu machen.
Ich breche an dieser Stelle die inhaltlichen Informationen ab, da ich nicht ausversehen irgendwelche Spoiler vorgreifen möchte, ich finde man kann ziemlich schnell zu viel Informationen zum Buch gegeben haben.
Die Story ist aber definitiv lesenwert und fesselnd. Ich hatte an vielen Stellen meinen vollsten Respekt vor Ella, aber an manchen Stellen hätte ich persönlich einfach anders reagiert, weil mein Charakter weniger auf Angriff, mehr auf Ruhe ausgelegt ist. Ich muss mir nicht unnötigen Streit einhandeln. Das Buch ist außerdem aus der Perspektive von Ella geschrieben, dass ändert sich im 2. und 3. Band ab.


Fazit

Das Buch ähnelt einer modernen Cinderella-Form und ist trotzdem sehr viel tiefgründiger, als es diese ganzen „Another Cinderella Story“-Filme zusammen sind. Es geht auch sehr viel um das Klitschee arme Leute – reiche Leute und darum, wie Leute mit Geld umgehen, wenn es für sie keine Selbstverständlichkeit ist warmes Essen zu haben. Man merkt dem Buch an, dass Ella psychisch mehr unter den letzten Jahren gelitten hat, als es auch nach außen zu sein scheint. Auf jeden Fall gehört es für mich zu einem der besten Bücher die ich je gelesen habe und deswegen bekommt „Paper Princess“ auch 5 von 5 Punkten.

Rezension zu "Glück ist, wenn man trotzdem liebt" von Petra Hülsmann

Mit "Glück ist, wenn man trotzdem liebt" habe ich gleichzeitig mein 5. Buch der Drachenmond-Lesechallenge Mai und mein 6. Buch meiner "17 für 2017" Liste gelesen. Tatsächlich lag das Buch sehr sehr lange auf meinem SuB was im Nachhinein betrachtet sehr schade ist, denn ich war ziemlich begeistert, aber lest selbst (:

Der Klappentext

"Es gibt Dinge, die Isabelle absolut heilig sind: ihre Daily Soap. Ihre Arbeit in einem schönen Blumenladen. Und das tägliche Mittagessen im Restaurant gegenüber. Überraschungen in ihrem geregelten Leben kann sie gar nicht leiden. Doch dann wird "ihr" Restaurant von dem ambitionierten Koch Jens übernommen - und der weigert sich nicht nur, ihr Lieblingsgericht zuzubereiten, sondern sorgt auch sonst für Chaos in Isabelles wohlgeordneter Welt. Während sie alles wieder in ruhige Bahnen zu lenken versucht, ahnt sie aber schon bald, dass es vielleicht gerade die Überraschungen sind, die ihr Leben reicher machen ..."

Als ich den Text gelesen hatte, dachte ich, dass das wohl das perfekte Buch für das Motto "Schicksalhafte Wendungen" ist, ohne, dass irgendjemand dabei gestorben ist oder sterben wird. Also mal eine andere Auffassung des Mottos. Nach ein paar Seiten war ich mir dann nicht mehr ganz so sicher, da die Ereignisse bereits in den ersten Kapiteln Schlag auf Schlag passieren und ich dachte "Hm. Vielleicht doch mehr Liebesschnulze als schicksalhafte Wendung" Aber im Nachhinein finde ich es weiterhin sehr passend. Mehr dazu unter der Rubrik "Die Story - Der Schreibstil"

Das Cover


Ich mag es, dass Petra Hülsmann sich bei ihren Covern treu bleibt. Ihr anderen beiden Bücher sehen diesem hier sehr ähnlich, nur dass die Streifen pink und gelb ausfallen. Das Cover hat damals auf jeden Fall meine Aufmerksamkeit erregt, aber ich bin wohl einfach zu verwöhnt von den richtig guten Drachenmond-Covern, denn eigentlich ist dieses Cover ja nichts besonderes, das würde ich am Laptop wahrscheinlich auch noch selbst hinbekommen. Ein gutes Cover ist für mich etwas außergewöhnliches. Etwas, dass einfach eine Persönlichkeit ausstrahlt. Etwas, was das Buch nur noch lebendiger wirken lässt.
Das Cover würde ich also eher als mittelgut im hinteren Drittel der Skala einstufen.

Die Story - Der Schreibstil

Isabelle ist eigentlich eine junge Frau, die sich aber so unflexibel und stur verhält, als sei sie Minimum 60 Jahre alt. Ehrlich gesagt ging sie mir anfänglich extrem auf die Nerven. Im Klappentext steht eigentlich auch alles drin was man über Isabelle wissen muss. Vor allem mit ihrer naiven Vorstellung von dem "Bäähhm"-Moment mit ihrer einzig großen, wahren Liebe hat mich tierisch aufgeregt. Ich hätte sie am liebsten geschüttelt und angeschrien, dass sie doch bitte aufhören soll mit Träumen und der Realität des wahren Lebens ins Gesicht sehen soll.
Jens hingegen ist das komplette Gegenteil und betrachtet die Welt eher nüchtern und rational, weswegen die beiden anfänglich eher aneinander geraten. Später amüsiert er sich über Isabelles Weltansicht jedoch köstlich, weil auch er sie nicht ernst nehmen konnte. Er ist Koch und eröffnet sein Restaurant gegenüber von Isabelles Arbeit, dem Blumenladen.
Wie es immer so ist, haben die beiden einen nicht unbedeutenden Einfluss aufeinander und so erfahren sie im Laufe der Story eine Weiterentwicklung, die beiden vermutlich ziemlich gut tut.
Trotzdem war das Buch ziemlich vorausschauend, obwohl das bei dem Genre von Storys auch meist schwierig zu verhindern ist. Sehr schade.
Das Buch liest sich aber sehr flüssig, der Schreibstil ist packend und fesselnd, so dass ich das Buch nach bereits 2 Abenden durchgelesen hatte.


 Fazit

Ihr seht schon anhand der recht kurzen Rezension, dass das Buch sehr simpel gestrickt ist und es nicht viel dazu sagen gibt, was bei mir meist kein allzugutes Zeichen ist. Dennoch hab ich schon eindeutig schlimmere Bücher gelesen, an sich fand ich die Story ja auch nicht schlecht, sonst hätte ich es nicht in so kurzer Zeit lesen können. Es war einfach zu vorausschaubar. Schade.
3,5 von 5 Punkten

Rezension zu "Love and Confess" von Colleen Hoover



Colleen Hoover. Mein absoluter Schwachpunkt was Bücher angeht. Ich bin meistens viel zu ungeduldig um drauf zu warten, dass ihre neuen Bücher im deutschen als Taschenbuch erscheinen, also kauf ich mir die eBooks und lese sie meist innerhalb 24-48 Stunden durch. Dann fehlt ja aber das Taschenbuch in meinem Regal, also zieht das auch noch ein, sobald es denn dann mal erschienen ist. Willkommen im Leben einer Büchersüchtigen mit Bücherproblemen und jetzt viel Spaß bei meiner Rezension zu ihrem Klassiker „Love and Confess“ (Ich hab sogar eine signierte Ausgabe *___*)

Der Klappentext

„Bist du bereit, für deine Liebe alles zu riskieren?
Vor fünf Jahren hat Auburn ihre erste große Liebe Liebe in Dallas zurücklassen müssen, verbunden mit einem Schmerz, den sie bis heute nicht ganz überwunden hat. Als sie eines Abends im Schaufenster einer Kunstgalerie Briefe mit anonymen Bekenntnissen entdeckt, ist sie zutiefst berührt, denn auch sie trägt ein Geheimnis in sich. Niemand soll von ihrer Vergangenheit wissen – vor allem nicht Owen, der junge Künstler mit den grünen Augen, der sicher von den Geschichten anderer Menschen für seine Bilder inspirieren lässt. Vom ersten Augenblick an fühlt sie sich zu ihm hingezogen und Owen geht es nicht anders. Die beiden verlieben sich mit ungeahnter Wucht ineinander. Doch auch Owen hat ein Geheimnis, das alles zu zerstören droht, was ihnen wichtig ist…“

Im Prinzip spielen Klappentext und Cover bei Colleen Hoover für mich schon keine Rolle mehr, weil ich all ihre Bücher gelesen und geliebt habe, warum sollte es bei diesem Buch also anders sein?! Dennoch musste ich mich damals, als ich das Buch gekauft habe, nach der Layken-Reihe für ein neues Hoover-Buch entscheiden, der Klappentext war dabei wenig hilfreich, die anderen Bücher waren genauso gut beschrieben. Ehrlich gesagt hat der Hype um das Buch den ich mitbekommen habe am ehesten dafür gesorgt, dass ich mich letztendlich für dieses Buch entschieden habe, aber kommen wir zurück zum Klappentext. Wie alle Hoover Bücher trieft die paar Zeilen förmlich vor Schnulze, Liebeskitsch, etc. Natürlich müssen beide Protagonisten wieder dunkle Geheimnisse haben die alles zerstören könnten, natürlich verlieben sie sich ineinander, obwohl Auburn seit 5 Jahren ihrem verstorbenen Ex-Freund hinterhertrauert und natürlich ist absolut nicht absehbar wie das ganze ausgeht *hust*. Ich könnte verstehen, wenn viele das Buch nicht kaufen wollen, weil ihnen der Klappentext zu klitscheehaft ist, allerdings muss ich dazu sagen, dass die Bücher von CoHo alle so klingen und die Geschichte trotzdem tiefer gehen.

Tipp an dieser Stelle: Wenn euch der Klappentext nicht 100% gefällt, lest einfach mal in die ersten beiden Kapitel rein.

Das Cover



Rosa. Mal wieder. Wie bereits erwähnt, war „Love & Confess“ mein 1. Buch von Colleen Hoover nach der Layken-Reihe und bis „Zurück ins Leben geliebt“ und der „Sky & Dean“ – Reihe war es mir unheimlich wichtig, dass die Bücher von Colleen Hoover einen weißen Buchrücken haben, damit sie in mein Regal passen, aber jetzt ist es eh kunterbunt geworden. Das Cover ist nichts halbes und nichts ganzes. Man erkennt ein Gesicht und anhand der Wimpern könnte man vermuten, dass es sich dabei um eine Frau handelt, vielleicht sogar um Auburn selbst. Das Thema „Kunst“, welches das Buch in gewisser Weise prägt, finde ich im Cover ziemlich gut aufgegriffen. Das deutsche Cover hat jedoch mit den 2 Versionen des englischen Covers recht wenig zu tun. Im Kontext zum Buchinhalt find ich jedoch das deutsche Cover absolut passend und nicht unbedingt schlechter als die Englischen. Ich weiß nicht, ob es mir so direkt im Buchladen ins Auge stechen würde, aber das ist bei diesem Buch vielleicht auch nicht unbedingt notwendig, da die meisten Buchläden gleich ein ganzes Hoover-Regal haben der so oder so ins Auge sticht. Abgesehen jedoch vom Vergleich englisch-deutsch und vom Inhalt des Buches muss ich jedoch sagen, dass ich alle anderen Hoover-Cover, außer vielleicht „Zurück ins Leben geliebt“ schöner finde und sie mir im Buchladen glaub eher noch in die Hände fallen würden als „Love and Confess“ Ich würde es als solides Cover bezeichnen.

Die Story - Der Schreibstil  

Colleen Hoover begeistert mich als Autorin. Allein die Tatsache das glaub immer so 2-3 Bücher von ihr im Jahr als deutsche Versionen herauskomme finde ich klasse und dafür hat sie meinen vollsten Respekt verdient. Schon nach der Geschichte von Will & Layken war ich im absoluten Hoover-Fieber und Auburn & Owen haben dieses Fieber nur noch verstärkt.

Auburn ist ein sehr taffes Mädchen, die es nicht immer leicht hatte und vor allem am Tod ihrer ersten großen Liebe lange zu knabbern hat. Sie scheint in den Tag hinein zu leben ohne einen wirklichen Plan zu haben wo ihr Platz im Leben ist. Auburn hat sich selbst verloren, als sie vor fünf Jahren das Krankenzimmer ihres sterbenden Freundes verlassen hat.

Owen, ach Owen. Owen hat es mir echt angetan und gehört eindeutig zu meinen „Book-Boyfriends“. Owen ist Künstler und wie es der Klappentext sagt lässt er sich von anonymen Geständnissen inspirieren, mit denen er dann das Schaufenster seiner Galerie vollklebt. Er gibt den Menschen die Möglichkeit ihr schlechtes Gewissen in Form von Geständnissen schriftlich zu verfassen und sich von dieser Last zu befreien, indem sie es in den Briefkasten der Galerie werfen. Eine Art moderner Beichtstuhl wenn man das also so möchte.

Owen braucht ganz dringend eine Assistentin und Auburn hasst ihren Job. Wie passend, nicht wahr?
Die beiden scheinen sehr unterschiedliche Charaktere zu sein, die ihr Leben auf grundverschiedene Arten leben bis ihre Lebensstile aufeinander abfärben und beide anfangen ihr Leben, ihre Basis, ihr ganzes Hier und Jetzt zu hinterfragen. Nicht ganz so einfach, vor allem im Zusammenhang mit den Gefühlen die zwischen den beiden aufflammen.

Um keine Spoiler vorweg zu greifen breche ich das Inhaltliche jetzt hier ab und komme auf den Schreibstil zu sprechen, schließlich möchte der ein oder andere von euch das Buch auch noch lesen und dann wären all die schönen und schrecklichen Momente schon gar nicht mehr soooo besonders.

CoHo hat einen sehr flüssigen Schreibstil. Es fällt mir immer sehr leicht mich mit den Protagonisten des Buches zu identifizieren und in ihre Geschichten vollständig einzutauchen. Ich lache mit ihnen, ich weine mit ihnen, ich bin wütend, wenn sie es sind und ich zweifle am Großen und Ganzen, wenn ihr Leben gerade mal nicht so toll läuft. Ich lese ihre Bücher wie gesagt alle innerhalb kürzester Zeit, insofern freie Zeit da ist, und es fällt mir oft schwer eins ihrer Bücher aus der Hand zu legen, wenn ich doch eigentlich lernen oder schlafen sollte. Vor allem der Schlaf kommt bei neuen Büchern meist zu knapp :D Ich habe jetzt schon einen re-read der Layken-Reihe und von Love and Confess gehabt und würde auch gerne „Maybe Someday“ demnächst lesen, vielleicht sogar noch diesen Monat, ich finde es im Rahmen der Drachenmond-Lesechallenge passend zum Thema „Schicksalhafte Wendungen“, ich meine, wenn die Geschichte von Ridge & Sydney keine schicksalhafte Wendung nicht was soll es denn sonst sein. 



Fazit

Es schafft fast keine andere Autorin, dass ich mich mit all ihren Charakteren so sehr auseinandersetze bzw. mitfühle und genau deswegen freue ich mich über jedes neues CoHo Buch, über jeden neuen Ausschnitt, über jedes Stückchen Text von ihr, weil ich weiß, dass Colleen mich niemals enttäuschen würde was ihren Schreibstil, ihre Story und ihre Charaktere angeht. Auch „Love and Confess“ hat mich nicht enttäuscht und ich könnte in die Welt von Auburn & Owen immer und immer wieder eintauchen. 5 von 5 Punkten

Rezension zu "Memories to do - Allie's Liste" von Linda Schipp

Dieses wundervolle Buch von Linda Schipp hab ich bereits zum zweiten Mal gelesen und wieder einmal konnte mich die Geschichte von Al & Lu in ihren Bann ziehen.
Viel Spaß mit meiner Rezension (:

Der Klappentext 

"Eine seltene Form von Amnesie hat Allies Erinnerungen an die vergangenen 17 Jahre ausgelöscht. Im Herzen noch ein Teenager steht sie ahnungslos vor ihrem zweijährigen Sohn, einem Ehemann, den sie nicht liebt, siebenhundert unbekannten Facebook-Freunden und einem verdächtig dunklen Nebel, der sich über ihre Vergangenheit legt. Im Leben der 34-jährigen Allie ist nichts mehr von dem übrig, was ihr als Teenager wichtig war - nicht einmal ihr Name. Um den Geheimnissen der geschwärzten siebzehn Jahre auf die Spur zu kommen, reist sie zurück in die amerikanische Kleinstadt, in der ihre Erinnerungen enden. An ihrer Seite der Mensch, der ihr am nächsten und nach jahrelanger Trennung am fernsten zugleich ist: Luis. Nur ein Freund, wirklich. Ihr bester Freund. Damals zumindest."

Das Buch hatte ich das erste Mal auf der Frankfurter Buchmesse 2016 in der Hand und was soll ich sagen... dieser Klappentext hat mich absolut neugierig gemacht. Er hat mich umgehauen, gefesselt. Ich wollte alles von Allie wissen. Warum war ihr Gedächtnis verschwunden? Würde es wieder kommen? Was hatte es mit Luis auf sich? Wie würde ihre Geschichte sich entwickeln? Dieser Klappentext ist super gelungen.

Das Cover

Rosa. Absolut nicht mein Favel, aber was solls. Trotzdem hat das Buch irgendwie was und nachdem ich Linda persönlich kennenlernen durfte, passt dieses Cover wunderbar zu ihr als Autorin und Mensch. Durch die Farben sticht es natürlich sehr heraus und ist dennoch schlicht gehalten. Es gibt natürlich sehr viel schönere Cover vom Drachenmond Verlag, aber im Laden wäre mir dieses Buch trotzdem sofort ins Auge gesprungen. Alles in allem also ein mittelmäßiges Cover. Nicht das Schönste, nicht das Schlimmste.







Die Story - Der Schreibstil 

Der Schreibstil ist sehr flüssig. Obwohl die Perspektive manchmal von einer Person zur nächsten zu springen scheint, kommt man sehr gut hinterher. Die ersten Kapitel sind sehr Allie-Perspektive-lastig. Man befindet sich im Jahr 1997 und lernt dort Allie (17) und Luis (21) in ihren Teenager-Tagen kennen. Man erfährt etwas darüber wie sich die beiden kennengelernt haben und spürt eine tiefe Verbindung zwischen den beiden. Bei einem Unfall stürzt Allie jedoch auf den Kopf und erwacht im Jahr 2014 in einem Krankenhaus, verheiratet und Mutter eines 2-jährigen Sohnes namens Mo. Die Ereignisse der letzten 17 Jahre prasseln auf sie ein. Der Tod ihrer Mutter und der Kontaktabbruch zu Luis scheinen ihr dabei enorm zur Last zu fallen, schließlich ist sie im Geiste noch immer eine 17-jährige die gestern mit ihrem besten Freund unterwegs war. Allies Geschichte und wie sie sich durch ihren Alltag zu kämpfen scheint berührt von der ersten Seite an. Die einzige Möglichkeit die sie sieht, ihr Gedächtnis zurückzuerlangen ist ein Flashback, also ein Schnelldurchlauf ihres halben Lebens beginnend am 20.Juli 1997 in ihrer Heimatstadt mit Luis. Allie trifft auf viele neue und alte Bekannte, versucht mit ihrer ehemaligen besten Freundin Jenna wieder in Kontakt zu kommen und genießt ihr Leben an der Seite von Luis in der Stadt, die sie als Teenager eigentlich so schnell wie möglich hinter sich lassen wollte.
Doch die Vergangenheit hatte nicht nur rosige Zeiten und so muss Allie innerhalb weniger Tage die ganzen negativen Seiten der letzten 17 Jahre erneut durchleben. Auf der Suche nach sich selbst und nach ihrem Platz in der Welt könnte sie sich dabei am Ende selbst verlieren.

Wunderbarer Schreibstil und fesselnde Story. Ich bin einfach hin und weg. *___*

Fazit

Was soll ich dazu noch groß sagen? Ich liebe Lindas Buch. Ich könnte es immer und immer und immer wieder lesen. 5 von 5 Punkten.

Rezension zu "Ein Hauch von Schicksal" von Lara Wegner

"Ein Hauch von Schicksal" ist das zweite Buch das ich im Rahmen der Drachenmond-Lesechallenge gelesen habe. Für mich gibt es fast kein besseres Buch das zum Thema "Schicksalhafte Wendungen" passen würde. Viel Spaß beim Lesen meiner Rezension (:

Der Klappentext

"Ein Amulett, mehr ist Grace von ihrer Familie nicht geblieben. Angeblich erfüllt es Wünsche. Obwohl sie nicht daran glaubt, wünscht sie sich ein neues Leben. Am nächsten Morgen erwacht sie nicht nur im 17. Jahrhundert, sondern auch noch in einer Ehe mit dem ehemaligen Freibeuter Rhys Tyler, mit dem sie nach Barbados segeln muss.
Niemals hätte sie erwartet, in diesem Mann ihre große Liebe zu finden. Doch gerade als Grace wieder an das Glück glaubt, werden sie von Piraten entführt und geraten in die Gewalt eines Mannes, der alles daran setzt, Grace zu brechen und Rhys zu vernichten. Nichts ist mehr sicher. Denn auch eine große Liebe kann an der Grausamkeit eines Wahnsinnigen zerschellen"

Was soll ich dazu noch sagen. Als ich gelesen habe, dass die Geschichte zum Großteil im 17. Jahrhundert spielen wird, war ich ehrlich gesagt kurz abgeneigt das Buch zu kaufen, weil Historie eigentlich meist sehr unattraktiv auf mich wirkt. Im Nachhinein kann ich nur sagen, wie froh ich bin, mich trotzdem für das Buch entschieden zu haben. Es erinnert mich ein wenig an Geschichten wie "Die Wanderhure" und "Die Hebamme", welche auch eher historisch angehaucht sind und mich absolut bezaubert haben. Letztendlich war der Klappentext überzeugend genug, dass ich unbedingt die Geschichte von Grace Rivers hören wollte. Ich wurde nicht enttäuscht.

Das Cover

Schaut es euch an. Dieses Cover ist wunderschön. Ich hatte mich sofort schockverliebt. Ohne das Cover wär ich wohl gar nicht erst auf die Idee gekommen das Buch in die Hand zu nehmen oder mir den Klappentext mehrmals durchzulesen. Die Wahl stand damals zwischen "Ein Hauch von Schicksal" und "Die vierte Braut". Obwohl mich "Die vierte Braut" vom Klappentext her mehr überzeugen konnte, wollte ich dieses Cover von Lara Wegner UNBEDINGT in meinem Bücherregal stehen sehen. Atemberaubend. Für mich eines der besten Cover die ich je gesehen habe.

Die Story - Der Schreibstil

Der Schreibstil ist sehr flüssig und trotz einiger Ungereimheiten hier und da fand ich die Story unheimlich fesselnd. Im Prinzip habe ich das Buch in 2 Sessions komplett gelesen und das auch nur, weil ich zwischendurch auch mal Geld verdienen und arbeiten muss :D Grace Rivers landet als moderne Frau im Jahr 1679 und fällt anfänglich vor allem durch ihren emanzipierten und aufmüpfigen Charakter auf, der sie in die ein oder andere missliche Lage bringt. Rhys Tyler hingegen ist ein typischer Gentleman seiner Zeit, dessen Vergangenheit leider nur kurz angeschnitten wird. Über Grace erfahren wir, dass sie ihre komplette Familie bei einem Flugzeugabsturz verloren hat und sich seit 2 Jahren mehr oder minder in ihrem Haus verkriecht. Die neue Welt des 17. Jahrhunderts scheint ihr erst ein Komatraum zu sein, doch als sie in Rhys ihre wahre Liebe entdeckt, fühlt sie sich das erste Mal seit Jahren wieder vollkommen glücklich und erfüllt. Grace ist eine sehr tapfere junge Frau, die alles für ihren Mann tun würde und ihn dadurch leider teilweise mehr in Schwierigkeiten bringt, als dass sie hilfreich wäre. An den Stil im Jahre 1679 und die Erwartungen an eine Frau muss sie sich erst gewöhnen und trotzdem verliert sie nie ihren einzigartigen Charakter der modernen Frau in ihr. Die Entwicklung beider Charaktere mitzuverfolgen war mir eine große Freude und vor allem die Sklaven Samson, Mimi und Portia, sowie den Bluthund Freedom habe ich wahnsinnig doll ins Herz geschlossen. Der Hexe Josephine hingegen hätte ich am liebsten die Hände abgehackt, ihr die Augen ausgekratzt und ihr dämliches Jahr Stück für Stück vom Kopf gerissen *hust* Verzeihung, hab mich wieder unter Kontrolle...so halbwegs :D
Wundervolle Geschichte. Wundervolle Charakere. Wundervolle Handlung. Ein tolles Buch.


Fazit

An manchen Stellen saß ich lachend vor dem Buch. An manchen Stellen weinend und manchmal wollte ich vor Wut alles um mich herum zerschlagen. Es hat mich nicht ganz so fertig gemacht wie andere großartige Bücher, aber es kam schon sehr sehr nah dran. Das wird garantiert nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich dieses Buch gelesen habe. Ich gebe diesem Buch eine Bewertung von 4,5 von 5

Rezension zu "Schmetterlingsblau" von Sarah Nisse

Anlässlich der 2. Runde der Drachenmond-Lesechallenge habe ich dieses schöne Buch als "Buch des Monats" gleich zu Beginn gelesen. Viel Spaß beim Lesen meiner Rezension.

Der Klappentext 

"Und vergiss nicht, ihn zu küssen. Ihre Stimme war jetzt bloß noch ein Hauchen. Schmetterlinge küssen nämlich nicht, Jade. Schmetterlinge lieben nicht. Sie fliegen bloß. Fliegen und fliegen..., bis sie irgendwann vergehen."
Wie weiche Flügelteppiche legen sich die Schmetterlinge auf die Wiesen der Normandie. Alain kümmert es nicht, schließlich hat er soeben seine Eltern zu Grabe getragen. Doch dann trifft er Jade. Nur für einen Sekundenbruchteil streifen sich ihre Blicke durch das Hoftor einer alten Villa, dann verschwindet das blasse Mädchen mit den leuchtend blauen Augen wieder und Alain ist sicher, dass er sie nie wiedersehen wird. Denn niemand kennt die Mädchen der Villa Papillon. Niemand im Dorf wagt es, ihr Geheimnis zu lüften. Niemand, bis auf Alain. Doch wird es ihm gelingen, Jade vor ihrem traurigen Schicksal zu bewahren?"

Ich habe das eBook gekauft und habe die Produktinformation aus Amazon gezogen. Wäre das Buch nicht "Buch des Monats" geworden hätte ich es spätestens nach dem Klappentext lesen wollen. Die traurige Geschichte von Alain und Jade, sowohl als Einzelpersonen, als auch als Paar hätte mich bereits nach diesem kleinen Text interessiert und die Neugierde hätte mir unter den Fingernägeln gebrannt. Super Klappentext gewählt.


Das Cover


Das Cover hingegen spricht mich leider nicht so sehr an. Die Kombination der bräunlich-orangefarbenen Töne mit dem türkis-blau oben gefällt mir gr nicht. Die Übergänge sind mir zu hart. Das Mädchen darauf (Jade) sieht für mich etwas zu sehr reingeschnitten aus. Da gibt es durchaus schönere Cover vom Drachenmondverlag.


Die Story - Der Schreibstil

Die Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht von Jade oder Alain erzählt. Zwischendurch gibt es ein paar Kapitel um den alten Guy Masson aus der dritten Person. Die Kapitel gehen fließend ineinander über und sowohl Jade, als auch Alain kriegen genügend Platz ihre Charaktere im Laufe der Geschichte Platz sich zu entfalten. Allerdings muss ich gestehen, und das habe ich bei den Leserunden auf Instagram auch schon kund getan, dass ich Alain sein Verhalten teilweise einfach nicht abkaufen konnte. Es wirkte zu aufgesetzt, zu gekünzelt, gespielt und verfälscht. Teilweise kam es mir so vor, als wären seine Gefühle für Jade einfach eine Kurzzeitreaktion auf den Tod seiner Eltern und das kleine blasse Mädchen würde irgendwann durch ihn zerbrechen, aber dazu kam es nicht. Jedenfalls nicht direkt. Jade hingegen hab ich jeden einzelnen Moment abgekauft. Ihre Angst, ihr Drang nach Abenteuer nach Freiheit, ihre Sehnsucht nach Alain. Dieses Mädchen hat mich einfach so sehr in ihren Bann gezogen und ich hatte wirklich Angst um das Ende, weil ich schon eine Befürchtung hatte, die sich dann aber in dieser Art und Weise nicht ganz bewahrheitet hat. Ihr müsst es einfach selbst lesen.
Ich muss außerdem sagen, dass ich trotz der Schicksalsschläge und melanchonischen Szenen nie den Tränen nahe war. Das Buch hat mich emotional nicht so krass berührt wie es andere getan haben (z.B. Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes)


Das Fazit

Alles in allem muss ich jedoch sagen, dass mir das Buch zum Großteil sehr gut gefallen hat und ich würde es auch jedem, der Interesse an dieser Art von Büchern mit viel Kitsch und Mystery hat, empfehlen. Sarah Nisse hat mich mit diesem Buch positiv überrascht und ich finde sie als Autorin vom Schreibstil und Storyverlauf her einfach klasse. Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen.

Rezension zu "Rockherz" von Alexandra Fischer

Etwas verspäter aber oho, die letzte Rezension aus Juli. Hier die Eckdaten: Das Buch erschien im März 2017 beim Drachenmond Verlag und ...