Rezension "Tintenherz" von Cornelia Funke

Das letzte Buch im Monat Juni: Tintenherz. Ein Buch, dass ich schon sehr sehr lange nicht mehr gelesen habe. Die Tinten-Trilogie hatte mich eher in der Kindheit geprägt. Ich glaube es war auch der Zeitraum indem der Film erschienen ist, also gegen 2008. Das heißt in etwa 10 Jahre ist es mittlerweile her, also höchste Zeit für einen Re-Read. Im Rahmen der Drachenmond Lesechallenge mit dem Monatsthema "Parallelwelten" fand ich das Buch sehr passend und nutzte die Gelegenheit Band 1 nochmal zu lesen und weiß noch nicht in wie weit das ein Fehler gewesen ist.
Viel Spaß beim Lesen meiner Rezension zu "Tintenherz".

Der Klappentext

">>Die Dunkelheit war blass vom Regen und der Fremde war kaum mehr als ein Schatten. Nur sein Gesicht leuchtete zu Meggie herüber.<< Wer ist Staubfinger, der Fremde, wirklich ? Und wer ist Capricorn, wer Zauberzunge ? Antworten findet Meggie in einem alten ligurischen Bergdorf - und in einem Buch."

Na ja... Es ist eben ein Kinderbuch, nicht wahr. Der Klappentext... den hätte man sich vermutlich auch sparen können, die Fragen stellt sich jeder bereits nach dem ersten Kapitel. Ich hätte mir gewünscht, dass mehr auf die Gabe von Mo und Meggie eingegangen wird und Bücher im Text eine größere Rolle spielen.
Damals habe ich das Buch gelesen, weil es in meiner Altersgruppe gehypt wurde. Heute hätte ich es vermutlich auch nur gelesen, weil es als deutscher Klassiker gilt.
Ich finde der Text wird dem Buch und der Idee nicht gerecht. Schade eigentlich. Aus Sicht einer Erwachsenen ist der Versuch eher missglückt. Die Sichtweise eines Kindes bzw. der Zielgruppe ist für mich nicht fassbar. Ich weiß nicht ob die heutige Generation Lieder überhaupt Cornelia Funke und ihre Tinten-Trilogie kennt, bei uns war das damals weitverbreitet.
Schade, aber nach über 10 Jahren auch nicht mehr änderbar.

Das Cover





Ich finds gut. Ganz ehrlich. Ich denke, es ist Geschmackssache, aber ich finds toll. Die großen Buchstaben sind defintiv ein Blickfang, die einzelnen Bilder darauf machen um einiges neugieriger auf die Handlung aus der Klappentext und der Titel ist deutlich vom Rest abgehoben. Toll.
Wurde das Buch genau so im Buchladen stehen und die Reihe wäre um einiges unbekannter in Deutschland würde ich es definitiv zumindest erstmal in die Hand nehmen. Manchmal dürfen Bücher bei mir ja auch nur aufgrund ihres Covers einziehen :D
Es steht jetzt gerade neben mir und je länger ich es betrachte, umso besser gefällt es mir. Es bringt mich zum Lächeln. Es weckt Kindheitserinnerungen. Es strahlt eine Eigenart aus, als ob das komplette Buch mit Leben gefüllt ist und es kaum erwarten kann mir seine Geschichten zu offenbaren.
Sehr gute Arbeit.

Die Story - Der Schreibstil

Um es nochmal vorweg zu nehmen: Bei Tintenherz handelt es sich defintiv um ein Kinderbuch. Ich hatte ähnliche Probleme wie bei "Rubinrot" von Kerstin Gier. Es ist mir zu simpel geschrieben. Kindgerecht eben. Als Kind fand ich das Klasse, als Erwachsene habe ich einfach andere Ansprüche an ein Buch, weswegen ich auch nicht weiß, ob es wirklich so gut war das Buch jetzt nochmal zu lesen. Langsam hab ich Angst vor meinem diesjährigen re-Read von Harry Potter, weil ich weiß, dass es mir dort sicherlich ähnlich gehen wird, allerdings liebe ich Hogwarts...die Tintenwelt fand ich nett, aber die habe ich nicht ganz so sehr gehypt.
Trotzdem ist Cornelia Funkes Schreibstil sehr flüssig und bildlich. Die Geschichte strahlt, ähnlich wie das Cover, Leben aus. Die Handlung wurde sehr gut beschrieben. Der Fantasy sind bei Tintenherz keine Grenzen gesetzt.


Die Idee hinter dem Buch liebe ich. Ich wünschte mir auch manchmal, dass ich mir Dinge oder Personen aus Büchern heraus- oder mich hineinlesen könnte. Dennoch ist die Gabe von Mo und Meggie (Ich greif dem ganzen hier jetzt einfach mal vor) und wer weiß wem noch alles, Fluch und Segen gleichzeitig, denn dadurch hat Meggie ihre Mutter verloren.
Eine Entwicklung der Charaktere findet statt, allerdings nicht in unfassbarem Ausmaße. Meggie wird aus ihrer Komfortzone gelockt, Mo ebenso und dabei findet ganz natürlicherweise eine Weiterentwicklung der Charaktere statt, das lässt sich nicht verhindern.
Die Handlung an sich fand ich super. Auch die weiteren Handlungen in den Fortsetzungen find ich klasse, allerdings hätte es an der ein oder anderen Stelle etwas ausgereifter sein können, aber vielleicht darf man wirklich nicht zu viel von einem Kinderbuch erwarten.

Fazit

Tintenherz wird immer ein Buch sein, dass mich an meine Kindheit erinnert. Die Handlung ist gut, aber nicht ausgereift. Die Charaktere sind einfach gestrikt, die Story teilweise vorausschaubar. Trotzdem gehört Tintenherz für mich zu den guten deutschen Büchern. Auf jeden Fall empfehlenswert für Kinder im Alter von etwa 10-12 Jahren, für Erwachsene vielleicht ein wenig zu einfach. Trotzdem fand ich es noch besser als "Rubinrot". Das Buch krieg von mir 3,5 von 5 Punkten (:

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Rezension zu "Die Dreizehnte Fee - Erwachen" von Julia Adrian

Es endet nicht alles in einem Happy End... Ihr Lieben,  hier wie versprochen, meine Rezension zu "Die Dreizehnte Fee" v...